Integratives Heilatmen nach Klaus John

Was die Atemarbeit bewirken kann

  • Abbau von Stress, Verspannung und psychosomatischen Blockaden
  • Integration unverarbeiteter Lebensthemen und Erfahrungen
  • Bewusstwerdung eigener wiederkehrender Muster
  • Mehr Selbstakzeptanz
  • Mehr Lebensfreude und Kreativität
  • Vertiefte Verbindung zu dir selbst und zu anderen Menschen
  • Offenlegen von eigenen Ressourcen und vitalen Kräften
  • Integration transpersoneller Erfahrungen
  • Selbstreflexion im Umgang mit Abhängigkeitsstrukturen
  • Nachbearbeitung intensiver Bewusstseinserfahrungen

Was ist integratives Heilatmen nach Klaus John

Die Atemarbeit, wie ich sie anbiete, wurzelt in der transpersonalen Psychologie, einem Zweig der Psychologie, der sich mit Bewusstseinszuständen jenseits des Alltagsbewusstseins befasst und wesentlich von Stanislav Grof geprägt wurde.
Grof entwickelte mit dem Holotropen Atmen eine Methode, mit der durch bewusst gesteuerte, veränderte Atemmuster tief liegende psychische Inhalte zugänglich werden können.
Das können Inhalte sein, die auf rein verbalem Weg oft schwer zu erreichen sind.
Das integrative Heilatmen nach Klaus John steht in dieser Tradition und führt ihre Grundprinzipien eigenständig weiter…..

Das veränderte Atemmuster ermöglicht den Zugang zu außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen, veränderten Wahrnehmungs- und Erlebnisebenen, die weit über das physiologische Geschehen hinausgehen. Gleichzeitig setzt das Atmen genau da an, was Wilhelm Reich als Charakterpanzerung beschrieben hat, die körperliche Verfestigung von psychischen Schutz- und Abwehrmustern. Anspannungen und Blockaden, die sich über die Zeit angesammelt haben, speichern sich im Körper ab. Sie prägen, wie wir atmen, wie wir uns bewegen, wie wir uns fühlen und wie wir handeln.

Die Atemarbeit schafft einen Raum, in dem diese gespeicherten Spannungen spürbar werden dürfen und dadurch auch wieder in Bewegung kommen können. Über den Spannungsabbau kommen Menschen oft wie von selbst an die Themen heran, die gerade dran sind. Klaus John nennt diesen Prozess treffend psychosomatische Selbstregulation: ein Eintauchen in die eigene innere Erfahrungswelt, das deshalb so intensiv wirkt, weil es unmittelbar auf Ebene des Nervensystems ansetzt.

Teilnahmeformate

Einzelsession
Eine Einzelsession umfasst Vorgespräch, die eigentliche Atemarbeit und eine Integrations-Nachbesprechung, insgesamt etwa 5 Stunden.

Nach Vereinbarung

Gruppensetting (Wochenendworkshop)
Von Freitag 17 Uhr bis Sonntag 14 Uhr, je nach Gruppengröße.

350 € (ggf. zzgl. Übernachtung und Verpflegung, je nach Veranstaltungsort)

Ablauf eines Wochenendworkshops

  • Wir starten Freitagabend mit einem gemeinsamen Ankommen und Kennenlernen in der Gruppe und einer thematischen Einführung.
    Hier gibt es die Möglichkeit zur Klärung offener Fragen und die Bildung der Arbeitspaare für die Atemsessions.
  • Samstag steht im Zeichen der eigentlichen Atemarbeit. Jeder durchläuft sowohl die Rolle der/des Atmenden als auch die der/des Begleitenden und drückt seine Erfahrung durch ¨Mandalamalen¨ aus.
  • Sonntag dient der Integration. Durch Gruppengespräche wird das Erlebte eingeordnet und abgerundet, bevor sich die Gruppe verabschiedet.
Wichtig zu wissen

Ein Workshop sowie eine Einzelsession ersetzt keine Psychotherapie oder Heilbehandlung. Da während der Atemarbeit sowohl psychische als auch körperliche Spannungen auftauchen und bearbeitet werden können, ist Atemarbeit nicht geeignet bei:

  • schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • frischen Operationen
  • akuten Infektionskrankheiten
  • Glaukom (grüner Star)
  • Epilepsie
  • starkem Asthma
  • andere schwere Erkrankungen die Gehirn und Herzkreislauf betreffen
  • Schwangerschaft (ab dem dritten Monat)
  • Einnahme von Psychopharmaka
  • akuter Drogen- und Alkoholkonsum
  • ernsthaften psychiatrischen Erkrankungen (wie z.B. Schizophrenie, akute Psychosen)

Diese Auswahlkriterien dienen deiner Sicherheit und ermöglichen ein vertrauensvolles Arbeiten. Bist du dir unsicher ob die Atemarbeit das richtige für dich ist, können wir sehr gerne darüber sprechen.

Woher diese Arbeit kommt

Das Integrative Heilatmen nach Klaus John steht in der Tradition des Holotropen Atmens, das Stanislav Grof und Christina Grof über Jahrzehnte der Bewusstseinsforschung entwickelt haben.

Der Name „holotrop“ ist eine Wortschöpfung aus dem Griechischen: holos (ganz) und trepein (sich hinbewegen zu). Gemeint ist eine Bewegung hin zur Ganzheit, zu dem, was wir jenseits unseres alltäglichen, oft sehr eng gefassten Selbstverständnisses eigentlich sind……

Grof stellte fest, dass unser Alltagsbewusstsein sich meist nur mit einem kleinen Ausschnitt dessen identifiziert, was wir sind. Außergewöhnliche Bewusstseinszustände, wie sie durch verändertes, intensiviertes Atmen entstehen können, öffnen den Zugang zu einem größeren Erfahrungsraum. Nicht als esoterischen Realitätsflucht, sondern im Gegenteil, als Weg, mehr von der eigenen inneren Wirklichkeit zu erfassen.

Diese Idee ist nicht neu. Nahezu jede alte und indigene Kultur kannte Wege, heilsame Bewusstseinszustände gezielt herbeizuführen, über Atemtechniken, Trommeln, Tanz, rhythmische Bewegung oder zeitweisen Rückzug. Auch die großen spirituellen Traditionen haben eigene „Technologien des Heiligen“ entwickelt, um Erfahrungen von Verbundenheit und innerer Wandlung zugänglich zu machen. Grof griff diese Erkenntnis auf und übersetzte sie in eine moderne, drogenfreie Methode, entstanden auch aus seiner jahrzehntelangen klinischen Forschung zu veränderten Bewusstseinszuständen.

Wichtiger Hinweis: „Holotropes Atmen“ (Holotropic Breathwork) ist ein geschütztes Warenzeichen und darf nur von durch Grof Transpersonal Training autorisierten Personen verwendet werden. Ich bin bei Klaus John, der von Grof ausgebildet wurde, in „Integrativem Heilatmen nach Klaus John“ ausgebildet, einer eigenständigen Methode, die in dieser Tradition steht und ihre Grundprinzipien eigenständig weiterführt.

Was dabei im Wesentlichen geschieht

Verändertes, vertieftes Atmen ermöglicht auf physiologischer Ebene eine veränderte Bewusstseinslage. Gleichzeitig setzt das Atmen genau dort an, was der Psychoanalytiker Wilhelm Reich als Charakterpanzerung beschrieb: die körperliche Verfestigung psychischer Schutz- und Abwehrmuster. Was wir nicht fühlen dürfen oder konnten, bindet sich im Gewebe, in der Haltung, im Atemmuster selbst….

Anspannungen, Blockaden und unverarbeitete Erfahrungen aus dem Alltag, aus belastenden Lebensphasen, aus dem, was sich einfach über die Zeit angesammelt hat, speichern sich im Körper ab. Sie prägen, wie wir atmen, wie wir uns bewegen, wie wir fühlen. Die Atemarbeit schafft einen Raum, in dem diese gespeicherten Spannungen spürbar werden dürfen – und sich dadurch auch wieder bewegen können.

Parallel zu den körperlichen Reaktionen kann sich auch die innere Wahrnehmung verändern. Themen, die im Alltag wenig Raum finden, können während der Atemarbeit als Selbsterfahrung bewusst werden, etwa als Gefühle, Erinnerungen oder Einsichten. Anders als im analytischen Gespräch geschieht dies nicht primär über den Verstand, sondern über das eigene Erleben im Moment. Ein Gefühl darf da sein und dadurch bewusst wahrgenommen und integriert werden, ohne dass es erklärt oder gedeutet werden muss. Diese Form der Selbsterfahrung kann zu mehr innerer Klarheit und einem besseren Zugang zu den eigenen Mustern beitragen

COEX-Systeme:
wiederkehrende Muster erkennen

Stanislav Grof beschreibt, dass sich emotional ähnlich gefärbte Erinnerungen im Laufe eines Lebens zu Konstellationen verdichten, er nennt sie COEX-Systeme, Systeme kondensierter Erfahrung. Ein Thema taucht selten isoliert auf. Vielmehr gruppieren sich Erlebnisse aus verschiedenen Lebensphasen um ein gemeinsames Gefühl oder Muster und verstärken sich gegenseitig.

Ein COEX-System ist dabei selten flach, sondern eher wie mehrere übereinanderliegende Schichten aufgebaut:

  • Die biografische Ebene enthält Erinnerungen aus Kindheit, Jugend und späterem Leben, die ein ähnliches Gefühl oder eine ähnliche körperliche Empfindung teilen, etwa mehrere Situationen, in denen jemand sich hilflos ausgeliefert fühlte, auch wenn die konkreten Anlässe ganz unterschiedlich waren.
  • Eine tiefere Ebene (perinatale Ebene) steht häufig mit einem bestimmten Aspekt der eigenen Geburtserfahrung in Verbindung. Welches Grundmuster hier auftaucht, hängt von der Art des Gefühls ab.
    Geht es etwa um Ohnmacht und Ausgeliefertsein, oder eher um Kampf gegen einen übermächtigen Widerstand.
  • Die tiefste Ebene (transpersonale Ebene) kann bis in einen Bereich reichen, der über die eigene Biografie hinausgeht. Grof spricht hier vom transpersonalen Bereich der Psyche.
    Archetypische Bilder, kollektive oder generationenübergreifende Motive, manchmal auch Erfahrungen, die sich wie Erinnerungen an ganz andere Zeiten oder Leben anfühlen.

Genau das macht die Atemarbeit so kraftvoll.
Sie muss nicht bei den offensichtlichen, biografischen Ursachen stehen bleiben, sondern kann, wenn es der Prozess hergibt, auch tiefer liegende Wurzeln eines Themas zugänglich machen, die im reinen Gespräch oft unerreicht bleiben.

In der systemischen Beratung können wir uns solchen Konstellationen über Sprache und Reflexion annähern. In der Atemarbeit werden sie unmittelbar körperlich-emotional erfahrbar, oft in einer Tiefe, die über das hinausgeht, was im Gespräch allein zugänglich wird. Über den Spannungsabbau kommen Menschen dabei oft wie von selbst an die Themen heran, die gerade dran sind. Klaus John nennt diesen Prozess treffend psychosomatische Selbstregulation.
Ein Eintauchen in die eigene innere Erfahrungswelt, das deshalb so intensiv wirkt, weil es unmittelbar auf Ebene des Nervensystems ansetzt.

Transpersonale Psychologie, die Wurzeln in der Bewusstseinsforschung

Der Wunsch, das eigene Bewusstsein zu erweitern und Zustände jenseits des Alltäglichen zu erreichen, ist uralt.
Schamanische Kulturen auf der ganzen Welt nutzten seit Jahrtausenden Trommeln, Tanz, Fasten, rhythmisches Atmen oder auch Pflanzen mit bewusstseinsverändernder Wirkung, um heilsame, außergewöhnliche Bewusstseinszustände herbeizuführen und Zugang zu tieferen Ebenen der eigenen Erfahrung zu finden.
Auch die großen spirituellen Traditionen entwickelten eigene Wege, um Erfahrungen von Verbundenheit und innerer Wandlung zugänglich zu machen.
Die moderne transpersonale Psychologie knüpft an dieses uralte Wissen an…..

Stanislav Grof erforschte in den sechziger Jahren an der Karls-Universität in Prag, wie LSD in der Psychotherapie tiefliegende psychische Inhalte zugänglich machen konnte, Erfahrungen, die weit über das übliche Verständnis von Persönlichkeit und Bewusstsein hinausgingen.
Bei dieser Forschung entdeckte Grof einen Weg, dieselben außergewöhnlichen Bewusstseinszustände auch ohne Substanzen zugänglich zu machen, und entwickelte gemeinsam mit seiner Frau Christina das Holotrope Atmen.
Die Grundidee blieb dabei dieselbe, nur der Zugang veränderte sich, vom Chemischen zum Körpereigenen, über den bewussten Atem.

Klaus John gehörte zu den ersten Ausgebildeten im Grof Transpersonal Training, das Stanislav und Christina Grof gerade erst ins Leben gerufen hatten, und wurde damit direkt von ihnen in der Methode geschult.
Diese Ausbildung begleitete ihn selbst in und durch seine jahrelange, intensive eigene Prozessarbeit.
Auf dieser Grundlage entwickelte er als Heilpraktiker, das Integrative Heilatmen, das die Prinzipien des Holotropen Atmens aufgreift und um eigene Erfahrungen und Schwerpunkte erweitert.
Bei ihm habe ich diese Methode erlernt und in meine eigene Arbeit integriert.


Hinweis

Die angebotenen Leistungen stellen keine Heilbehandlung im Sinne des Heilpraktikergesetzes dar und ersetzen keine psychotherapeutische, ärztliche oder psychiatrische Behandlung.

Bei akuten psychischen Erkrankungen, in einer akuten Krise, die medizinische Interventionen benötigen oder bei Suizidalität, wende dich bitte an eine Ärztin/ einen Arzt, eine Psychotherapeutin/ einen Psychotherapeuten oder den ärztlichen/ psychiatrischen Notdienst. Telefon 116 117
im Notfall 112

Telefonseelsorge (kostenfrei rund um die Uhr erreichbar)
0800 111 0 111 oder 111 0 222

In meiner Arbeit werden zu keinem Zeitpunkt Drogen oder andere bewusstseinsverändernde Mittel verabreicht oder empfohlen, veränderte Bewusstseinszustände werden ausschließlich durch die bewusste Atemtechnik erreicht.

Literaturempfehlung:

Stanislav Grof – Das Abenteuer der Selbstentdeckung
Stanislav Grof – Die Psychologie der Zukunft
Stanislav Grof – Topografie des Unbewussten